Bootsanhänger · Bauschritt 01 / 05

Stützrad

Zu einem vernünftigen Anhänger gehört natürlich ein Stützrad, um den Anhänger vernünftig abstellen zu können. Bei meinen Recherchen im Internet habe ich so einige Lösungen gefunden. Die meisten beschränkten sich aber darauf, mit Hilfe einer Klemmung die Höhe des Rades verstellen zu können. Das war mir aber nicht genug. Ich fand schon, dass per Kurbel höhenverstellbar sein sollte. Und da gingen auch schon die ersten Probleme los. Wie baut man denn so was? Dass dafür ein Gewindestab und ein Rohr (oder mehrere) nötig waren, war mir ziemlich klar. Wie diese aber zusammenarbeiten sollten nicht. Nach ein wenig Meditation und Beschäftigung mit dem Problem, kam meine graue Masse auf eine Lösung und die sieht so aus:

In einem 5 mm Messingrohr bewegt sich ein 4 mm Messingrohr bei Drehung des 3 mmm Messingstabes.

Das 5 mm Rohr ist fest am Rahmen verbunden und trägt die ganze Konstruktion. Darin eingeschoben bewegt sich das 4 mm Rohr mit dem montierten Rad. Am oberen Ende des Rohres habe ich ein Unterlegscheibe aufgelötet und so weit heruntergefeilt, dass sie den selben Durchmesser wie das Rohr hat.

In den 3 mm Messingstab habe ich über fast die gesamt Länge ein Gewinde geschnitten. Auf dieses Gewinde habe ich eine Mutter aufgeschraubt, deren Kanten ich abgeschliffen habe, so dass sie ein kreisrundes Äußeres hat. Die Mutter habe ich bis zum Ende des Gewindes aufgeschraubt und dort festgelötet. Nun konnte ich den Stab von unten in das 5 mm Rohr einschieben. Die aufgelötete Mutter dient als Anschlag. Damit der Stab nicht wieder nach unter herausrutschen kann, habe ich von oben eine weitere Unterlegscheibe aufgelötet. So kann der Stab noch gedreht werden, kann aber nicht mehr aus dem Standrohr herausrutschen.

An ein Ende des 4 mm Rohres habe ich die Halterung für das Rad angelötet. Sie besteht aus einem zurechtgeschnittenen Stück Kupferblech. Am anderen Ende des Rohres habe ich einen Tropfen Lötzinn hineinfließen lassen, um den Innendurchmesser ein wenig zu verkleinern. In diesen verkleinerten Innendurchmesser habe nun ein M3-Gewinde hineingeschnitten. In dieses Gewinde wird der Messingstab geschraubt.

Eine Drehung des Stabes führt jetzt also dazu, dass das Stützrad entweder herein- oder herausgefahren wird. Natürlich ist am oberen Ende des Gewindestabes eine Kurbel angelötet. So wie es sich gehört.